Haftungsverteilung bei Auffahrunfall nach grundloser Vollbremsung
16.01.2017

Kommt es zu einem Auffahrunfall, weil ein Fahrzeugführer ohne verkehrsbedingten Anlass eine starke Bremsung vorgenommen hat, während der Auffahrende keinen nennenswerten Sicherheitsabstand aufgebaut oder eingehalten und nicht rechtzeitig unter zu fordernder sofortiger Bremsbereitschaft reagiert hat, so hat dies eine hälftige Schadensteilung zur Folge.
Der Auffahrende hat zur Unfallverursachung beigetragen und gleichzeitig Verstöße gegen Verkehrsvorschriften begangen, indem er keinen nennenswerten Sicherheitsabstand aufgebaut oder eingehalten, und nicht rechtzeitig unter zu fordernder sofortiger Bremsbereitschaft reagiert hat, §§ 4 I 1, 1 II StVO. Dies entnimmt der Senat den Ausführungen der unfallanalytischen Sachverständigen und der Zeugenaussage, dass der Sicherheitsabstand, ihr eigener und der des Auffahrenden, nur wenige Meter betragen habe.
OLG München, Urteil vom 22.07.2016, Az. 10 U 3969/15
 


Kommentare (1)
Günter Kaiser 16.01.2017, 15:11 Uhr
Dieses Urteil ist meiner Meinung nach Falsch. Jeder hat soviel Abstand einzuhalten, dass er jederzeit rechtzeitig bremsen kann. Leider hat es sich so eingebürgert, dass unschuldige auf ihrem Schaden sitzen bleiben, denn jeder kann leicht sagen, mein Vordermann hat zu stark gebremst. Mit angepassten Abstand fährt man nicht auf.
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