Typ-Frage
03.08.2017

Seat Ateca
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Sind Sie der nordisch-kühle Typ oder gleichen eher dem spanischen Heißblüter? Wie auch immer, der SUV-Kauf im Volkswagen-Konzern wird daran nicht scheitern, schließlich gibt es eine reichhaltige Auswahl. Wir stellen die kompakten Alleskönner Seat Ateca und Volkswagen Tiguan mit Allradantrieb und den jeweils stärksten Dieseln vor, die sich perfekt ergänzen.

Der Volkswagen Tiguan mit dem starken Diesel (Netto-Startpreis 36.785 Euro) ist ein Geheimtipp für Leute mit Benzin im Blut. Und das, obwohl er ja gerade kein Benzin tankt. Aber an Emotionalität kann es der Selbstzünder locker mit den kräftigen Ottoversionen dieser Welt aufnehmen, ohne sich an der Tankstelle zu verausgaben. Doch steigen wir ein und starten den doppelt aufgeladenen Vierzylinder per Knopfdruck. Flüchtig hingehört, schnarrt der Zweiliter eigentlich wie jedes andere Triebwerk der TDI-Familie, so weit also keine Auffälligkeiten. Doch sobald man die Fahrstufe „D“ eingelegt hat und losfährt, dann mischt sich bei forcierter Gangart eine andere Note in das Soundbouquet. Plötzlich schnaubt das 240 PS-Kraftpaket irgendwie, klingt wild und drahtig – vielleicht ist es ja auch Einbildung, aber es macht einfach Laune. Aus dem braven Tiguan wird ein richtiger Athlet – überraschte Gesichter sowohl unter den Passagieren als auch den übrigen Verkehrsteilnehmern. Kräftemessen mit dem 4x4? Besser nicht, er stürmt nämlich binnen sechseinhalb Sekunden auf Landstraßen-Tempo und drückt seine Mitreisenden dabei ziemlich nachdrücklich in die konturierten Sessel, die darüber hinaus für annehmbaren Komfort verantwortlich zeichnen.

Noch beeindruckender aber als die schiere Kraft des 500 Nm-Brockens ist die Art und Weise, wie das Triebwerk an das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe angebunden ist. Eigentlich hat jede, aber auch wirklich jede Automatik-Verbrenner-Kombination – um welche Getriebeart oder welchen Motor es sich auch immer handeln mag – irgendwo mal eine Zugkraftlücke. Doch hier? Fehlanzeige. Egal, aus welcher Drehzahl oder Geschwindigkeit heraus man auf das Gaspedal drückt, sowohl der Biturbo als auch der Doppelkuppler sind immer, aber auch wirklich immer sofort am Puls und setzen jede kleinste Pedalbewegung spontan in Vortrieb um. Das kann selbst ein Stromer nicht besser. Was fällt sonst noch auf? Der Tiguan geizt keineswegs mit Platz – weder für Leute noch Gepäck. Und ein Hauch von digitalem Geist weht durch den Alleskönner: So blickt der Fahrer gegen 428 Euro (netto) auf eine TFT-Fläche, die sich Tacho nennt – und Technikaffine freuen sich zudem über das frei Haus gelieferte Fahrwerk mit aktiver Dämpfersteuerung. Per Knopfdruck wird der Allrounder etwas drahtiger oder je nach Gusto eben komfortabler.

Das freilich hat der rassiger gezeichnete Seat Ateca auch drauf – Kostenpunkt: 718 Euro netto. Hier lässt der Top-Selbstzünder zwar nur 190 Pferdchen galoppieren, dafür ist die Offerte mit netto 30.252 Euro aber auch günstiger. Und Leistungsmangel ist angesichts der Power nicht zu erwarten, zumal man einen Kompakten SUV ja auch nicht kauft, um Ampelrennen zu bestreiten. Immerhin stehen 400 Nm Drehmoment parat, um den Allrounder in Fahrt zu bringen – den Standard-Sprint auf Landstraßen-Tempo beziffert das Werk mit ebenfalls nicht gerade unsportlichen 7,5 Sekunden. Und es scheint genug Maschinengewalt, als dass der Hersteller sich dafür entschieden hat, diesen Ateca ausschließlich mit zwei angetriebenen Achsen auszuliefern – das gilt für den Tiguan natürlich erst recht. Der Allradantrieb ist übrigens eine schöne Sache, vor allem, für Besitzer, die in Schlechtwetter-Regionen wohnen und sich dank variabler Kraftverteilung auf sämtliche Räder auch bei rutschigem Untergrund recht sicher fühlen dürfen.

Apropos Sicherheit: Ateca wie Tiguan sind wahre Hightech-Gefährte mit dicht vernetzter Sensorik. Autonombremsung inklusive Aktiv-Tempomat, der bis zum Stillstand herunterbremst, sind wunschgemäß ebenso an Bord wie Spurassistent, Totwinkel-Warner oder Verkehrszeichen-Erkennung. Beim Spanier haben sich die verantwortlichen Infotainment-Spezialisten für eine ausgewogene Mischung aus digital und analog entschieden – will heißen: Drehzahl und Geschwindigkeit erfährt der Fahrer von hervorragend ablesbaren Skalen mit mechanischen Zeigern, während ein großzügig dimensioniertes Infofeld in der Instrumenten-Mitte über alles aufklärt, was man während der Fahrt so braucht vom Durchschnittsverbrauch bis zur Zielführung. Dass der Ateca obendrein noch ein Praktiker geblieben ist, beweisen nicht zuletzt die vielen, im Innenraum zu findenden Ablagen (je nach Ausstattung sogar unter den Sitzen) sowie mehr als 1.600 Liter Gepäckraumvolumen. Leise Fahrgeräusche selbst bei hohen Tempi sowie eine effektive Federung sorgen dafür, dass an der Langstrecken-Fähigkeit des Ateca keine Zweifel aufkommen. Neuerdings rollt der spanische Kraxler auf Wunsch auch in der sportiven FR-Line an.



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