Vernetzt und elektrisch
02.08.2017

Die Fahrzeugvernetzung und die Elektromobilität werden langsam aber kontinuierlich feste Bausteine in der Mobilität. Diese Entwicklungen sind Treiber, dass sich neue digitale Services im automobilen Umfeld etablieren. Mit dem Einzug der IT in das Fahrzeug ist die Mobilität mehr und mehr auf dem Weg zur effizienten Fortbewegung durch individuelle Vernetzung. 

Neben den verschiedensten Maßnahmenpakete zur Förderung der Elektromobilität in vielen europäischen Staaten wird mit 31. März 2018 auch der eCall – das automatische Notrufsystem für Kraftfahrzeuge – Pflicht für alle neuhomologierten PKW und leichten Nutzfahrzeuge in der Europäischen Union. Das besondere daran ist, dass mit dem eCall jedes Neufahrzeug gesetzlich eine eigene ID verordnet bekommt. Die Digitalisierung innerhalb des Fahrzeuges – in einem geschlossenen System – ist nicht Neues! Das Neue ist jedoch die Vernetzung nach außen! Obwohl das eCall-System ein schlafendes System ist – d.h. nur im Anlassfall werden Daten aus dem Fahrzeug an eine Notrufzentrale gesendet - sind damit die fahrzeugseitigen Voraussetzungen geschaffen, dass zukünftig auch alle Fahrzeugdaten nach außen gesendet werden können.

„Der Startschuss für neue innovative, digitale Mobilitätsservices ist gefallen!“ ist Raimund Wagner, Chef von Carsulting überzeugt „ Die Fuhrparkverantwortlichen in den Unternehmen beschäftigen bereits verstärkt die Fragen worauf es bei der Nutzung der Daten ankommt, welcher Mehrwert kann für den Betrieb daraus lukriert werden und wie startet man am besten damit!“. Es gibt heute bereits viele kleinere und größere Anbieter, wobei die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern & Services beträchtlich sind. Auf den ersten Blick jedoch erkennt man keine großen Differenzierungen zwischen den Produkten. Die Autohersteller selbst beginnen erst langsam den Markt aufzuarbeiten und sind mit der Mehrmarkenproblematik in den Fuhrparks konfrontiert, denn heute existieren nahezu keine markenreinen Fuhrparks mehr. Die Anforderung der Fuhrparkverantwortlichen ist jedoch eindeutig – eine Fuhrparklösung muss für alle Fahrzeuge im Fuhrpark einsetzbar sein.

In der Vorbereitung zur Findung der richtigen Lösung für das Unternehmen ist es notwendig, sich mit den folgenden Fragestellungen vorab auseinanderzusetzen:

  • Welche Lösung kann dem Unternehmen sehr schnell einen Mehrwert bringen?

  • Wo werden Anforderungen für die Zukunft gesehen, um zusätzlichen Nutzen im

    Fuhrparkmanagement erzielen zu können?

  • Welchen Einfluss kann die Firmenstruktur auf eine Systemlösung haben (Betriebsrat,

    Anwendungsgebiete, firmeninterne Regelungen,...)?

  • Wie setzt sich der aktuelle Fuhrpark zusammen (Marken, PKW’s, leichte Nutzfahrzeuge,

    LKW’s, Alter der Fahrzeuge,...)

  • Wo werden im Unternehmen die Einsparungspotentiale im Fuhrpark gesehen?

 

Die Überlegung, als Einstieg in die vernetzte Mobilität mit einem elektronischen Fahrtenbuch zu beginnen, kann jedem Fuhrparkverantwortlichen nur empfohlen werden. Warum ein Fahrtenbuch? Die Vorteile eines Fahrtenbuches liegen auf der Hand – zum Ersten erhält man damit die erforderlichen Unterlagen zur Vorlage bei den Finanzbehörden. Diskussionen im Rahmen der Betriebsprüfungen sollten der Vergangenheit angehören. Zum Zweiten bietet sich damit die Möglichkeit zur Erfassung und Sammlung wertvoller Fahrzeugdaten wie Fahrtaufkommen, Auslastung, Fahrzeug-Standorte, Operationsgebiet der Fahrzeuge, Elektrotauglichkeit, Kontrolle und vieles mehr, die Basis für weitere Mobilitätsdienste mit entsprechendem Mehrwert sind.

 

Bei der Suche nach dem richtigen Anbieter stößt man auf zahlreiche Insellösungen am Markt. Neben einem guten Preis – Leistungsverhältnis ist dabei die Zukunftsfähigkeit sowie die Nachhaltigkeit des Angebotes entscheidend. Von Vorteil für das Unternehmen kann natürlich auch eine branchenspezifische Lösung sein. Als weiteres sehr wichtiges Auswahlkriterium sind die derzeit meist noch benötigten nachrüstbaren Telematik-Einheiten zu beachten. Idealerweise ist das Angebot eines digitalen Mobilitätsservices in ein Hardware-unabhängiges Konzept eingebettet und eine Schnittstelle zum zukünftig vernetzten Fahrzeug ist bereits vorgesehen. Von besonderer Bedeutung ist die Systemarchitektur des Anbieters, denn nur ein modularer Systemaufbau besitzt Zukunftsoptionen für die Ausbaufähigkeit und Erweiterbarkeit des digitalen Serviceangebotes.

Fahrzeugdaten sind Bewegungsdaten und daher personenbezogene Daten.Sie unterliegen dem Datenschutz. Glaubt man den Beteuerungen der unterschiedlichsten Anbieter so sind der Datenschutz und die Datensicherheit bei allen eine Selbstverständlichkeit. Die Spreu vom Weizen trennt sich jedoch spätestens wenn eine überzeugende Transparenz für den Nutzer eingefordert wird. Entscheidend dabei ist dass der Fahrzeugnutzer bzw. Fahrzeughalter die absolute Hoheit über die Fahrzeugdaten innehat und jederzeit eine Intervention durch den Fahrzeugnutzer möglich ist. Die verpflichtende Umsetzung der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung ab Mai 2018 ist eine wesentliche Unterstützung. Einige wenige Anbieter nutzen heute bereits die Zertifizierung mit dem von der EU Kommission initiierten europäischen Datenschutz-Gütesiegel EuroPriSe.

„Mit einer professionell durchgeführten Fuhrparkanalyse unter Einbindung der kommenden Fahrzeugvernetzung eröffnet sich jedes Unternehmen nachhaltige Chancen! Die Erkenntnisse bieten eine hervorragende Basis für die Planung und Einleitung weiterer wichtiger Aktivitäten zur Effizienzsteigerung des Unternehmensfuhrparks.“ legt Raimund Wagner jedem Fuhrparkmanager nahe, „Aus ökologischer Sicht kann damit deutlich gemacht werden, welche Fahrzeuge bereits heute ohne jegliche Probleme auf Elektro- bzw. Hybrid-Fahrzeuge umgerüstet werden können. Eine wesentliche Reduktion des Energieverbrauchs, der CO2-Emissionen und der Energiekosten sind die Folge. Aber auch die ökonomische Seite wird dabei sehr genau durchleuchtet. Neben der Einsparung von Energie und Treibstoff können sowohl steuerliche Anreize als auch Fördergelder lukriert werden. Darüber hinaus wird aus wirtschaftlicher Sicht sehr transparent aufgezeigt, welche Kosteneinsparungen im Fuhrpark auf Basis der Daten aus dem Fahrzeug und digitalen Mobilitätsservices erzielbar sind“. Beispiele in Unternehmen zeigen, dass sich der Gesamtaufwand für den Fuhrpark betriebsspezifisch bis zu 20% reduzieren lässt. Mit einem geringeren Administrationsaufwand, einer effizienteren Gestaltung der Fuhrpark-Prozesse sowie einer Reduktion und teilweisem Ersatz des Fahrzeugbestandes - ohne Qualitätsverlust in der Unternehmens-Mobilität - lassen sich wesentliche Einsparungen realisieren. 



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