BDL wählt neuen Präsidenten
02.05.2017

Kai Ostermann (Deutsche Leasing AG) ist auf der 32. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) zum neuen Präsidenten und damit zum Nachfolger von Martin Mudersbach gewählt worden.

Kai Ostermann (Deutsche Leasing AG) ist auf der 32. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) zum neuen Präsidenten und damit zum Nachfolger von Martin Mudersbach gewählt worden. Mudersbach (akf Leasing GmbH & Co KG) tritt Ende des Monats nach acht Jahren als Präsident und insgesamt 33 Jahren in der Leasing-Wirtschaft in den Ruhestand. 

Ostermann würdigte in seiner Laudatio die großen Verdienste seines Vorgängers um Verband und Branche. „Martin Mudersbach hat den Verband geschlossen und zielstrebig durch die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die ersten Jahre unter der Finanzmarktaufsicht geführt.“ Zudem habe er im Vorstand die Zukunftsstrategie „Leasing 2020“ angestoßen und erste strategische Meilensteine wie die Repräsentanz in Brüssel gesetzt. „Der Verband ist gut aufgestellt. Jetzt heißt es, den eingeschlagenen Weg fortzuführen“, erklärte Kai Ostermann. In seiner Antrittsrede betonte er den mittelständischen Charakter der Leasing-Branche und die Nähe zur Realwirtschaft, daher werde er die Vernetzung mit anderen Wirtschaftsverbänden verstärken. Auch künftig werde der BDL für Investitionsförderung und eine der mittelständischen Branchenstruktur angemessene Regulierung eintreten.

„Leasing bietet für zahlreiche aktuelle Herausforderungen eine passende Lösung. Beschleunigtes Innovationstempo, steigende Komplexität oder die Digitalisierung ziehen immense Investitionen nach sich. Die Leasing-Wirtschaft ist prädestiniert, diese Investitionen für ihre Kunden zu realisieren“, erklärte der neue Präsident. „Doch dafür benötigen wir passende Rahmenbedingungen. Zum Beispiel müssen steuerliche Abschreibungsbedingungen den verkürzten Innovationszyklen angepasst werden“, forderte er. Insgesamt investierten die Unternehmen in Deutschland nach wie vor zu wenig. Hier müsse die Politik Anreize schaffen, damit Unternehmen am deutschen Standort und nicht im Ausland investieren. „Wir halten die unbefristete Einführung der degressiven AfA nach wie vor für das geeignetste Instrument, um die Investitionsdynamik anzukurbeln“, appellierte Ostermann an die Politik. Zudem sorge die degressive Abschreibung für mehr Steuergerechtigkeit: „Sie spiegelt den tatsächlichen Wertverlauf einer Investition wider, verteilt die Kosten realistischer auf die Nutzungsdauer und gibt schneller Liquidität für neue Investitionen zurück.“

Kai Ostermann (49) ist seit 14 Jahren in der Leasing-Branche tätig und seit 2011 Vizepräsident des BDL. Seine Nachfolge als Vize tritt Jochen Jehmlich (GEFA BANK GmbH) an. Zudem wurden Kerstin Scholz (VR LEASING AG) und Maximilian Meggle (MMV Leasing GmbH) in den Vorstand gewählt. Außer Martin Mudersbach hatte auch Jürgen Mossakowski (CHG-MERIDIAN AG) sein Amt niedergelegt, da er in den Aufsichtsrat seiner Gesellschaft gewechselt ist.

Der BDL vertritt mit rund 160 Mitgliedsunternehmen die Interessen der Leasing-Wirtschaft und repräsentiert 90 Prozent des Marktvolumens in Deutschland. Neben großen, meist international tätigen Unternehmen mit Banken- oder Herstellerhintergrund gibt es zahlreiche unabhängige mittelständische Leasing-Gesellschaften. Im vergangenen Jahr realisierte die Branche für ihre Kunden Investitionen in Höhe von 64,2 Mrd. Euro in Fahrzeuge, Maschinen, IT- Equipment, Immobilien und andere Wirtschaftsgüter. 


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