Vimcar erhält Rekord-Investment im Bereich Connected-Car
10.04.2017

Unternehmertum Venture Capital Partners und Coparion investieren im Rahmen einer Series A Finanzierungsrunde in den “digitalen Fuhrparkleiter”. Auch die französische Arnault-Gruppe beteiligt sich erneut am Überraschungserfolg aus Berlin. 

Das Ende 2013 gegründete Berliner Startup Vimcar hat die Series A Finanzierungsrunde mit neuen und alten Geldgebern erfolgreich abgeschlossen. Unternehmertum Venture Capital Partners, der Investment- Arm der UnternehmerTUM und Coparion beteiligen sich neu am Connected-Car Startup.

Unternehmertum Venture Capital Partners und UnternehmerTUM setzen damit weiter auf das Thema Mobilität - bisher ist man dort z.B. am Fernbus-Riesen Flixbus beteiligt und erst im Februar wurde zusammen mit der Bundesregierung und einer Reihe von Industriepartnern (u.A. Audi, BMW, Daimler, SAP) der Digital Hub Mobility in München eröffnet. Coparion agiert mit einem der größten deutschen VC-Fonds (225 Mio. Euro) in dieser Finanzierungsrunde. Neben den beiden Lead-Investoren beteiligen sich außerdem die französische Arnault-Gruppe und eine Reihe von Business Angels an der Kapitalerhöhung.

Mit der neu gewonnen Liquidität will das Startup sein Produktangebot stark ausweiten: den Markteintritt hatte Vimcar bisher mit einem digitalen Fahrtenbuch gemeistert, nun sollen weitere Prozesse rund um den Firmenwagen automatisiert werden. Geschäftsführer Christian Siewek: “Wir konzentrieren uns auf Fuhrparks die wenig Zeit und Ressourcen haben ihre Firmenfahrzeuge effizient zu managen. Mit Vimcar wollen wir diesen Unternehmen einen digitalen Fuhrparkleiter an die Seite stellen, der alle Aufgaben digitalisiert und zentralisiert. Neben dem Schreckgespenst Fahrtenbuch gehen wir nun z.B. auch die Themen Tankkarte, Reifen, Führerscheinkontrolle und Leasingvertrag an.” Neben großen Kooperationspartnern wie Haufe Lexware, DATEV oder Media Markt setzen inzwischen auch schon über 5.000 Unternehmen auf die Software der Berliner.

Technologisch basiert die Lösung auf einem kleinen OBD-Stecker, der in die gesetzlich standardisierte Diagnoseschnittstelle im Fußraum des PKWs eingesteckt wird. Über eine integrierte SIM-Karte werden die Fahrzeugdaten online gesichert und dem Unternehmen bzw. den Fahrern über Apps (iOS, Android, Web) zur Verfügung gestellt. Zukünftig sollen die Fahrzeugdaten aber nicht mehr über den Stecker, sondern direkt über entsprechende Schnittstellen zu den Automobilherstellern abgerufen werden. Im Vergleich zu anderen Anbietern auf dem Markt unterscheidet sich vor allem der Aufbau der Software: sehr einfache Screens und Interaktionen erinnern mehr an ein B2C- als ein B2B-Produkt - Vimcar denkt mit und meldet sich proaktiv beim Nutzer wenn es etwas zu tun gibt. 


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