Kein Schmerzensgeld für überfahrenen Fuß
07.09.2016

Wer einen Streit eskalieren lässt, muss die Folgen selbst tragen. Das gilt auch im Straßenverkehr.

Wer im Straßenverkehr handgreiflich wird, darf sich über eigene Verletzungen nicht beklagen. Das musste ein wütender Autofahrer mit plattgefahrenem Fuß erfahren, der vor dem Landgericht Karlsruhe auf Schadensersatz geklagt hatte.

Zu der Verletzung kam es bei einem Streit über das Vorfahrtsrecht an einer Fahrbahnverengung. Der spätere Kläger stieg dabei aus seinem Wagen, trommelte und trat anschließend gegen das Fahrzeug seines Widersachers. Dieser fuhr los und rollte dabei offenbar über den Fuß des Klägers. Dieser verlangte daraufhin Schadensersatz.

Nachdem die erste Instanz noch im Sinne des Wüterichs geurteilt hatte, kassierte das Landgericht Karlsruhe die Entscheidung in der Berufung und gab dem Beklagten Recht. Ein aufgebrachter Verkehrsteilnehmer, der verbal einschüchternd gegenüber einem Fahrzeugführer auftrete und Tätlichkeiten gegenüber dem Pkw verübe, müsse mit dessen Flucht aus dieser bedrohlichen Situation rechnen, heißt es in dem Urteil. Die Verantwortung des Klägers für seine erlittene Verletzung überwiegt nach Ansicht des Gerichts daher diejenige des Beklagten. Auch die allgemeine Betriebsgefahr eines Pkw spielt in diesem Fall keine Rolle. (Az.: 20 S 16/16)


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